Info zu Besenreiser
Besenreiser (in der Fachsprache der Inneren Medizin als spezielle Unterform der Varikose definiert) sind kleine modifizierte, direkt unter der Hautoberfläche liegende und in das subkutane Fettgewebe reichende, sichtbare netz- oder fächerförmige Venen. Sie werden häufig auch fälschlich Besenreißer geschrieben, wodurch eine scheinbare Verwandtschaft zum Verb „reißen“ vorgetäuscht wird. Tatsächlich kommt der zweite Wortbestandteil aus der Botanik, wo Reiser soviel wie Zweig bedeutet (s. a. Reisig). Aufgrund der äußerlichen Ähnlichkeit der Äderchen zu den dünnen Reisigästchen, die bis ins vergangene Jahrhundert hinein zu (Kehr-)Besen verarbeitet worden waren, kamen die Besenreiser zu ihrem Namen.
Sie treten hauptsächlich an den Beinen auf und entstehen, wenn tiefer liegende Venenklappen undicht werden und den normgerechten Abstrom des Blutes Richtung Herzen unterlassen. Durch permanent erhöhten Druck in den feineren Äderchen büßen diese im Laufe der Zeit ein Vielfaches ihrer ursprünglichen Elastizität ein. Die Venen weiten sich und werden als rot-bläuliche geschlängelte Gefäßstrukturen sichtbar.
Obwohl Besenreiser ohne Beteiligung des übrigen Beinvenensystems für sich keine Krankheit im medizinischen Sinne sind, stellen sie für viele Menschen ein bedeutsames kosmetisches Problem dar.
Quelle: Seite „Besenreiser“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27. Mai 2009, 05:48 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?titl e=Besenreiser&oldid=60471952 (Abgerufen: 20. Juni 2009, 15:01 UTC)